Nie wieder

Nie wieder

Es geschah mitten in den Sommerferien. Vor fast genau 84 Jahren mussten sich auf unserem Schulhof etwa 1700 Menschen versammeln. Sie wurden registriert und wurden dann über den Hannoverschen Bahnhof in  unterschiedliche in Konzentrationslager deportiert. Fast alle wurden umgebracht. Aus diesem Anlass fand eine Gedenkfeier des Jahrgangs 4 statt. Die Kinder der 4a schreiben hier ihre Eindrücke.

Die Gedenkfeier fand um halb zehn statt. Dann sind alle Kinder aus dem vierten Jahrgang zum Ausgang an der Altonaer Straße gegangen. Dort lief bereits traurige Musik, weil dort die Gedenkfeier stattfinden sollte. 
Einige Kinder stellten die Lebensläufe von Kindern vor, die bei dem Ereignis dabei waren. Fast keines davon hat überlebt. Zu jedem Kind wurde ein Bild bei dem Namen auf der Gedenktafel aufgehängt. Frau Hohnke erzählte über den Anlass etwas und es gab eine Schweigeminute. Viele Erwachsene haben geweint.
Dann kam Anna von Villiez. Sie leitet die Gedenkstelle der Israelitischen Töchterschule im Karoviertel und hat Fragen der Kinder beantwortet und viel erzählt.
Danach haben die Kinder bemalte Steine zur Erinnerung an die Kinder unter die Gedenktafel gelegt.
von Frida und Henry

Kaya und Frida haben etwas über die Kinder erzählt. Wir fanden das sehr gut gemacht und die Kinder aus den anderen Klassen haben auch erzählt. Das war spannend und sehr traurig. Es waren auch einige Eltern dabei.
von Kaya und Yuna Vy

Bei der Gedenkfeier wurden die Geschichten von zwölf Kindern, die deportiert wurden, erzählt. Es war sehr traurig.
von Zoya und Yuna Marley

Ich fand die Gedenkfeier gut, aber sie war auch sehr traurig. Es gab eine sehr ruhige und traurige Musik. 
Ein paar Tage vorher haben wir uns im Unterricht gegenseitig die Geschichten von Kindern oder jungen Erwachsenen vorgestellt.
Ich hatte Hans Werner Cohn. Er wurde 1927 in Hamburg geboren. Dort wohnte er mit seiner Familie. Im Sommer 1942 mussten sie ihre Wohnung verlassen. Dann wurden sie auf unserem Schulhof mit anderen Menschen zusammengetrieben und deportiert. Sie wurden nach Theresienstadt gebracht. Im Winter 1943 starb Hans Werner. Er war fünfzehn Jahre alt.
von Ysabelle

Es war ziemlich kalt und es lief traurige Musik. Einige Kinder wurden vorgestellt und passende Bilder dazu an der Gedenktafel aufgehängt. Dann erzählte eine Frau von der Israelitischen Töchterschule etwas und beantwortete Fragen. Wir haben unsere Steine vor die Gedenktafel gelegt.
von Anna und Lilo

Mehr Informationen zu den Ereignissen im Sommer auf unserem Schulhof mit weiteren Empfehlungen stehen hier.